Fragezeichen an der Tafel

Leseförderung in der Schule

Beiträge

In den Beiträgen zur schulischen Leseförderung kommen Wissenschaftler und Experten zu Wort, die unterschiedliche Aspekte und Wege der Leseförderung untersuchen und vor dem Hintergrund der schulischen Bildung diskutieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Darstellung von Ergebnissen und Befunden, die für die Praxis von Lehrkräften von aktueller Bedeutung sind.

Ankreuzen oder Ausformulieren? Unterschiedliche Leseverständnisaufgaben im Vergleich

Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Ankreuzen oder Ausformulieren? Unterschiedliche Leseverständnisaufgaben im Vergleich ©Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Im Unterrichtsgespräch oder in Leistungstests werden die unterschiedlichen Lesekompetenzen von Schülerinnen und Schülern häufig mit Verständnisfragen geprüft. Die wissenschaftliche Forschung unterscheidet hierbei zwischen offenen und geschlossenen Aufgaben. Offene Aufgaben erfordern das Formulieren einer eigenen Antwort. Bei geschlossenen Aufgaben soll eine richtige Antwort unter mehreren Möglichkeiten ausgewählt werden.

Die Analysen des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) zeigen,
dass Mädchen im Durchschnitt bei der Bearbeitung von offenen Aufgaben besser abschneiden als gleichaltrige und gleich lesekompetente Jungen. Vergleichbares gilt für Kinder ohne Migrationshintergrund und aus sozial privilegierten Familien. Mögliche Erklärungen hierfür können höhere Sprachkompetenzen, aber auch höhere Motivation sein.


Für die Gestaltung von Unterricht und das Erstellen von Leistungstests bedeutet dies, dass sowohl offene als auch geschlossene Aufgaben angeboten werden sollten. Zugleich gilt es die Bearbeitungskompetenz der Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern. 

Mit zwei Kurztexten können Sie im Abstand von einer Woche das Verständnis Ihrer Schülerinnen und Schüler nach dem Lesen eines Textes mit offenen und geschlossenen Aufgaben vergleichend abfragen.

Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund beschäftigt sich sowohl mit der Beschreibung, Erklärung und Optimierung der Organisation und Steuerung von Schulen und des Schulsystems als auch mit der Analyse von Bildungsprozessen und Bildungserfolgen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersgruppen in unterschiedlichen Kontexten. Neben den Schülerinnen und Schülern stehen dabei auch Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und institutionelle Rahmenbedingungen im Blickfeld der Forschung. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Untersuchung von Reform- und Entwicklungsprozessen von Schulen und des Schulsystems sowie auf den Voraussetzungen und Wirkungen dieser Prozesse.

Wörter lernen ganz nebenbei? Wirksamkeit impliziter Wortschatzförderung bei Grundschulkindern

Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Wörter lernen ganz nebenbei? ©Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Sprache hat große Bedeutung für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung wie zum Beispiel für lebenslanges Lernen. Eine zentrale Komponente von Sprache ist der Wortschatz.

Die Kommunikation mit der Umwelt wird dabei einerseits durch den aktiven (produktiven) und andererseits durch den passiven (rezeptiven) Wortschatz ermöglicht. Sowohl die Breite – also die Anzahl der bekannten Wörter – als auch die Tiefe – also das Kennen unterschiedlicher Wortbedeutungen und deren flexible Nutzung – sind zentral für den Wortschatz eines Menschen.

Der Wortschatz von Kindern und Jugendlichen ist zentral für schulisches Lernen. Hinweise zur Sprachförderung und Wortschatzgewinnung sind gerade vor dem Hintergrund sprachlich zunehmend heterogener Klassen wertvoll.


Die Ergebnisse von Studien am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund zeigen, dass Kinder schon durch das Lesen von Texten implizit neue Wörter lernen – eine Methode, die relativ leicht in den schulischen Alltag integriert werden kann.

Mit dem Text „Ein Elefant ist spurlos verschwunden“ können Sie selbst mit Ihren Schülerinnen und Schülern das implizite Wortschatzlernen ausprobieren und im Anschluss den mittleren Wortschatzzuwachs in der Klasse ermitteln.

Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund beschäftigt sich sowohl mit der Beschreibung, Erklärung und Optimierung der Organisation und Steuerung von Schulen und des Schulsystems als auch mit der Analyse von Bildungsprozessen und Bildungserfolgen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersgruppen in unterschiedlichen Kontexten. Neben den Schülerinnen und Schülern stehen dabei auch Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und institutionelle Rahmenbedingungen im Blickfeld der Forschung. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Untersuchung von Reform- und Entwicklungsprozessen von Schulen und des Schulsystems sowie auf den Voraussetzungen und Wirkungen dieser Prozesse.

Jungen mögen nur Abenteuergeschichten?! Interessensunterschiede im Lesen zwischen Mädchen und Jungen

Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Jungen mögen nur Abenteuergeschichten?! ©Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Ein wichtiges Ziel von schulischen Lehr- und Lernprozessen ist der Erwerb von Lesekompetenz. Lesen ist auch im Internetzeitalter eine grundlegende Fertigkeit und Voraussetzung für das Verständnis komplexer Inhalte.

In dieser zentralen Domäne schneiden Schülerinnen häufig besser ab als Schüler. So haben Mädchen im Mittel bessere Schulnoten im Lesen und ihre intrinsische Lesemotivation ist oftmals stärker ausgeprägt.

Jungen lesen – allerdings unterscheidet sich ihr Leseverhalten von dem der Mädchen. Auch die inhaltlichen Vorlieben sind andere. Für Lehrkräfte ist es oftmals schwierig Texte auszuwählen, die sowohl Jungen als auch Mädchen interessieren.


Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) hat folgende Fragestellungen untersucht:

  • Wie stark ist das Interesse von Jungen und Mädchen an kurzen Lesetexten mit unterschiedlichen Themen im Mittel ausgeprägt?
  • Zeigt sich ein Geschlechtereffekt zu Ungunsten der Jungen im Interesse an den Texten?
  • Kann es gelingen, Lesetexte für den Unterricht zu identifizieren, die Mädchen und Jungen gleichermaßen interessieren?
  • Gibt es systematische Unterschiede im mittleren Interesse zwischen verschiedenen Textgenres in Abhängigkeit von dem Geschlecht?

Mit Hilfe eines im Download enthaltenen Fragebogens und Hinweisen zur Auswertung können Sie mehr über das Interesse Ihrer Schülerinnen und Schüler nach dem Lesen eines Textes erfahren!

Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund beschäftigt sich sowohl mit der Beschreibung, Erklärung und Optimierung der Organisation und Steuerung von Schulen und des Schulsystems als auch mit der Analyse von Bildungsprozessen und Bildungserfolgen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersgruppen in unterschiedlichen Kontexten. Neben den Schülerinnen und Schülern stehen dabei auch Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und institutionelle Rahmenbedingungen im Blickfeld der Forschung. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Untersuchung von Reform- und Entwicklungsprozessen von Schulen und des Schulsystems sowie auf den Voraussetzungen und Wirkungen dieser Prozesse.

Digitale Medien und digitales Lernen

Erkenntnisse aus der SINUS-Studie „Wie ticken Jugendliche 2016?“

SINUS-Jugendstudie 2016: Kurzbeschreibungen der SINUS-Lebenswelten u18 ©SINUS

Digitalisierung ist ein wesentlicher Treiber des aktuellen Wertewandels und sozialer Transformations-prozesse. Aufgrund des hohen Entwicklungstempos technischer Neuerungen und der Konsequenzen für zentrale gesellschaftliche Bereiche wie Arbeitswelt, Bildung, Erziehung, Kommunikation, Alltagsorganisation, Mobilität etc. sind die Auswirkungen umfassend und betreffen fast alle Facetten unserer Lebenswelt.

Gerade für Jugendliche ist es heute der Normalzustand online zu sein.

Was aber ist ihnen dabei wichtig?
Was sehen sie als zentrale Kompetenzen?
Und welche Rolle kommt dabei der Schule zu?


Die neue SINUS-Studie „Wie ticken Jugendliche 2016? - Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland“ liefert zum dritten Mal in Folge eine offene und alltagsnahe Bestandsaufnahme der soziokulturellen Verfassung der 14- bis 17-Jährigen in Deutschland.

Die Untersuchung bildet dabei die Vielfalt der Perspektiven in Form von sieben Lebenswelten ab. Zahlreiche Zitate und kreative Selbstzeugnisse der Befragten sowie Fotos ihrer Wohnwelten gewähren anschauliche Einblicke in Lebensalltag, Wertehorizonte und Alltagsästhetik.

Die SINUS-Jugendstudie "Wie ticken Jugendliche 2016?" ist veröffentlicht und in digitaler Form erstmals als Open Access verfügbar. Einzelne Kapitel können Sie bei Springer Link herunterladen.  
Veranstaltungen zur Vertiefung bietet die SINUS:akademie. 

Das Angebot der SINUS:akademie richtet sich an Unternehmen, Verbände, soziale und kommunale Einrichtungen, politische Organisationen und an alle, die ihre Arbeit auf der Basis aktueller Markt- und Sozialforschung erfolgreich weiterentwickeln wollen.

Lesekompetenz und Lesemotivation im Grundschulalter

Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Ergebnisse der Studie: Die Entwicklung der Lesemotivation und Lesekompetenz von Klasse 3 bis 6 ©Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Lesen gehört zu den alltäglichen Anforderungen des Lebens. Ob es darum geht, einen Sachtext zu lesen, den Busfahrplan oder ein Rezept für Spaghetti mit Tomatensoße: Texte unterschiedlicher Art sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig und fordern kompetente Leserinnen und Leser.

Die Studie "Lesekompetenz und Lesemotivation im Grundschulalter" des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund belegt, wie eng Lesefreude, Leseverhalten und Lesekompetenz zusammenhängen – und wie stark die möglichst frühe Verankerung von Lesen in der Lebenswelt der Kinder ihr späteres Leseverhalten und ihre Lesemotivation beeinflusst. 

Mit Hilfe eines im Download enthaltenen Fragebogens und Hinweisen zur Auswertung können Sie mehr über das Leseverhalten und die Lesemotivation Ihrer Schülerinnen und Schüler erfahren!


Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund beschäftigt sich sowohl mit der Beschreibung, Erklärung und Optimierung der Organisation und Steuerung von Schulen und des Schulsystems als auch mit der Analyse von Bildungsprozessen und Bildungserfolgen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersgruppen in unterschiedlichen Kontexten. Neben den Schülerinnen und Schülern stehen dabei auch Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und institutionelle Rahmenbedingungen im Blickfeld der Forschung. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Untersuchung von Reform- und Entwicklungsprozessen von Schulen und des Schulsystems sowie auf den Voraussetzungen und Wirkungen dieser Prozesse.

Mädchenwörter – Jungenwörter: Ist der Wortschatz eine Frage des Geschlechts?

Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der TU Dortmund

Mädchenwörter - Jungenwörter ©Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund

Der Wortschatz, die Gesamtheit aller verfügbaren Wörter im mentalen Lexikon von Schülerinnen und Schüler, ist nicht nur für das Fach Deutsch von zentraler Bedeutung.

Wortschatzkompetenz lässt sich in quantitative und qualitative Aspekte unterscheiden. In quantitativer Hinsicht ist der durchschnittliche Wortschatzumfang von Mädchen und Jungen im Schulalter in der Regel vergleichbar groß.

Die Ergebnisse von Studien am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund zeigen jedoch, dass bei gleichem Gesamtwortschatz die im Vorfeld als männlich konnotiert eingestuften Wörter („Jungenwörter“) häufiger von Jungen, die als weiblich konnotiert eingeschätzten Wörter („Mädchenwörter“) häufiger von Mädchen korrekt gelöst wurden.


Diese Befunde deuten auf die Notwendigkeit hin, im schulischen Alltag sensibel mit Wörtern umzugehen, die möglicherweise Jungen und Mädchen unterschiedlich gut bekannt sind. Hier hat die Schule großes Potential, indem sie alle Kinder ermuntern kann, Erfahrungen und Kenntnisse über eine möglichst große Bandbreite an Themen und Aktivitäten zu erwerben.

Mit dem Arbeitsblatt "Bitte male die Wolken aus" können Sie Wörter von Ihren Schülerinnen und Schülern hinsichtlich der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht einschätzen lassen und das Thema diskutieren. Sie können auch nur die Bedeutungen der Wörter besprechen und dabei selber darauf achten, wie sich die Kenntnis der Wortbedeutungen in Ihrer Klasse verteilt.

Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund beschäftigt sich sowohl mit der Beschreibung, Erklärung und Optimierung der Organisation und Steuerung von Schulen und des Schulsystems als auch mit der Analyse von Bildungsprozessen und Bildungserfolgen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersgruppen in unterschiedlichen Kontexten. Neben den Schülerinnen und Schülern stehen dabei auch Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und institutionelle Rahmenbedingungen im Blickfeld der Forschung. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Untersuchung von Reform- und Entwicklungsprozessen von Schulen und des Schulsystems sowie auf den Voraussetzungen und Wirkungen dieser Prozesse.